fachübergreifende Angebote

HWS - Halswirbelsäulentraining

Unsere Therapie im Gruppenkonzept

Wir bieten für Menschen mit Beschwerden an der Halswirbelsäule (neben der üblichen physiotherapeutischen Einzelbehandlung) ein Gruppenkonzept an. Dieses Konzept basiert auf den Erkenntnissen einer Studie der Uni-Klinik Göttingen. In einer Gruppe mit 8 – 12 Teilnehmern wird ein systematisches, individuell abgestimmtes, aktives
Trainingsprogramm durchgeführt.

Das Programm wird anfänglich regelmäßig ausgeführt, während es später auf individuelle Übungen reduziert wird. Bestandteile dieses Konzeptes sind:


Allgemeiner Teil:

  • Aufwärmen und Koordination

Individueller Teil:

  • Bewegungswahrnehmung und -kontrolle
  • Lernen von Grundlagen der Anatomie und Schmerzentwicklung
  • Definition Ihres individuellen Gesundheitsziels
  • Verbesserung der Beweglichkeit und aktiven Stabilität
  • Kräftigung und Training
  • Gesundheitsförderung mit Transfer in Alltagsbewegungen

Aufwand und Dauer

11 Termine à eine Stunde Nach dem 10. Termin üben Sie 4 Wochen lang selbstständig zu Hause. Danach kommen Sie zu einem Kontrolltermin, der wiederum eine Stunde dauert. Bitte stellen Sie sich auf eine Dauer von 11 Terminen ein! Die Lernphase dauert 5 – 7 Wochen, danach beginnt die Wirk- und Selbstbehandlungsphase.

Das HWS-Syndrom

Schmerzen im Bereich des Nackens treten sehr häufig auf und betreffen 70 % der Bevölkerung mindestens einmal in ihrem Leben. Somit ist es sinnvoll etwas üer den Nacken und die Halswirbelsäule zu lernen und aktiv etwas dafür zu tun.
Nackenschmerzen treten in verschiedenen Formen auf. Manchmal schmerzt nur die Muskulatur bei Bewegung, manchmal kann man den Kopf nicht richtig bewegen („steifer Hals“). Manchmal ist dies kombiniert mit Arm- oder auch Kopfschmerzen.
Besonders nach Autounfällen wird oftmals ein sogenanntes „Schleudertrauma“ diagnostiziert. Einig ist man sich heute darüber, dass Aktivität besser ist als passive Therapieformen. Bettruhe ist out. Auch die sogenannte „Halskrause“ sollte in der Regel nicht oder nur sehr kurz (max. 2 mal pro Woche) verwendet werden.

Üblicherweise wird der Betroffene nach der ärztlichen Diagnostik an niedergelassene Physiotherapeuten überwiesen, die die Techniken der Manuellen Therapie anwenden. In der wissenschaftlichen Literatur wird darüber berichtet, dass sich mit der aktivierenden Therapie in der Gruppe gute, langfristige Erfolge erzielen lassen. Die Schmerz-Klinik der Uni Göttingen hat 2004 eine Studie beendet, die diese Ergebnisse bestätigt.

Wer kann teilnehmen?

  • Menschen mit Beschwerden der Halswirbelsäule (nach Unfall, Verschleiß, nach OP und funktionell) mit und ohne zusätzlichen Kopf-, Schulter- bzw. Armschmerz
  • frühestens 3 Wochen nach dem Unfall
  • frühestens 3 Monate nach der OP

Es ist nicht sinnvoll:

  • bei ausstrahlenden Nervenschmerzen mit OP-Indikation
  • in einem Zeitraum bis 3 Wochen nach dem Unfall oder 3 Monate nach der OP
  • wenn eine regelmäßige und kontinuierliche Teilnahme aus zeitlichen oder organisatorischen Gründen nicht gewährleistet ist.