MSR 2017

29.05.2017 09:21

Wir, Artus K., Birger Sch.-E. und Hans-Joachim Schröder haben die MSR (Mecklenburger-Seen-Runde) 2017 geschafft!

Am 26.05. fuhren wir nach dem „normalen“ Arbeitstag mit einem PKW und 3 Rennrädern incl. Gepäck gen Neubrandenburg. Die Anfahrt erfolgte reibungslos unter einer gewissen Anspannung der Reisenden. Im Hotel checkten wir zuletztes ein. Weitere Radler aus der Gruppe um „Besi and Friends“ waren schon vor Ort. 23:15 Uhr Licht aus. 3:00 Uhr Licht an, kaltes Wasser ins Gesicht, Haare waschen und startklar zum Frühstück gehen.

Alle Radler versammelten sich dort mehr oder minder schweigend, konzentriert aus Respekt vor der langen Strecke und den angekündigten äußeren sehr warmen bis heißen Bedingungen. 4:30 Uhr gemeinsame Abfahrt aller Mitradler zum Start. 5:00 Uhr ging bei besten Bedingungen endliches los!

Der Morgen frisch und kühl. Angenehm. Es wurde oben lang und unten kurz gefahren. Mit dem Uhrzeigersinn sollte die Müritz in einem großen Bogen umfahren werden. Kleine Landstraßen und befestigte Wege sind ausgesucht worden, um durch die z. Zt. üppige Landschaft zu fahren. Herrlich! Rehe, Störche, Kraniche, Milane und Turmfalken waren unterwegs zu beobachten. Der „Traum in Gelb“, die Rapsfelder, hatten schon ihren Zenit in der Blühzeit hinter sich.

Es rollte gut! In einer Gruppe mit erfreulichem Tempo absolvierten wir Km um Km. Die erste Verpflegungsstation in Feldberg ließen wir aus. Die 2. Station in Neustrelitz wurde genutzt um Wasser nachzufüllen, Kalorien nachzulegen (lecker Haferbrei) und um Kleidung im mitgeführten Rucksack zu verstauen. Es wurde bereits wärmer. In einer neuen zusammengesetzten Radlergruppe fuhren wir gen Röbel (nächstes Depot) weiter. Durch den südöstlichen Teil des Müritz-National-Parks fuhren wir durch wunderbare Natur gen Mirow, um dann den südlichen Teil der Müritz zu umrunden. In Röbel, direkt am Hafen, war die Verpflegung aufgebaut und perfekt organisiert. Nudeln mit Tomatensoße war hier der Renner. Kuchen zur Nachspeise. Auch hier wieder Wasser auffüllen und Kleidung ablegen. Sonnenschutz auftragen! Die Temperaturen stiegen weiter….. Nun gen Westen. Im Zickzack-Kurs querten wir die A19 insgesamt 4x. Durch Malchow zur Nossentiner Hütte. Einsame Waldstrecken waren fast nur für uns Radler reserviert. Herrlich! Die Radgruppe weiterhin zügig unterwegs. Wir 3 blieben zusammen, wenngleich nicht immer in der Gruppe neben- oder hintereinander. Saure Gurken, Studentenfutter, div. Kuchen sollten beim nächsten Depot die Muskel-Akkus wieder füllen. Wasser nachfüllen.

Letzter Trikotwechsel. Nur noch die leichte Windweste war angesagt. Über die Mittagszeit erreichten wir ohne Pannen oder Stürze das nächste Depot in Alt Schönau. Eine große, ausgeräumte Treckerhalle bot Schatten für uns Radler. Die Gesichter wurden angestrengter… trinken, trinken und nochmals trinken war jetzt und unterwegs angesagt. Auch hier wurden Kalorien nachgelegt und der Kopf im kleinen bereitgestellten Wasserbecken abgekühlt. Toller Service! Es war 13:15 Uhr, und wir hatten mehr als 2/3 der Strecke hinter uns. Perfekt!

So planten wir insgeheim die MSR zu fahren. VOR der großen Hitze einen Großteil der Strecke schon hinter uns zu lassen. Wir waren großartig in der Zeit. Die letzten 90 Km bekommen wir auch noch hin! Ab jetzt ließen wir die Rennräder „ruhiger“ rollen. Mit 2 unterschiedlichen Gruppen erreichten wir das vorletzte Depot in Möllenhagen. Vorbei an wunderbaren Gutshäusern und mitten durch die „Mecklenburger Schweiz“. Es sammelten sich die Höhenmeter...… Ein letztes Mal die Wasserflaschen auffüllen, essen und mental auf den „Endspurt“ konzentrieren.

Mit einer Gruppe aus Schweden, ca. 15 Radler/Innen aus Växjö, machten wir uns auf die Schlusskilometer. Mit guter Gruppendisziplin und Wechsel im Wind, fuhren wir zügig über die letzten Hügel und Höhenmetr vor Neubrandenburg. 7 Km vor dem Ziel wurde der „Stalldrang“ nochmals angezogen.

Eine phantastische Gruppe hat uns perfekt, sicher und mit viel Spaß ins Ziel gezogen und begleitet. Danke. 5:00 Uhr Start, ca. 17:00 Uhr im Ziel. ALLES war gut! Kein Sturz, keine Panne, keine Muskelkrämpfe, keine sonstigen Blessuren. Wir freuten uns sofort auf das alk.-freie Weizenbier auf dem Zimmer… Ein emotionales Radsportevent wurde erfolgreich abgeschlossen.

DANKE an alle Helfer, Ehrenamtlichen, Organisatoren und Sponsoren, die diese MSR 2017 möglich gemacht haben!

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